Pestalozzi-Gruppe - Über die Gruppe - Geschichte
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Der Gründer Johann David Wiser übernahm 1788 von seinem Vater eine kleine Eisenhandlung. Der Betrieb war in einem Schopf untergebracht - wie ein Schwalbennest angeklebt ans Zürcher Fraumünster. Am Uebernahmeinventar, das im Original erhalten ist, kann man die Geschäftstätigkeit ablesen: es umfasst Eisen, Messing, Stahl, Gusseisen, Werkzeuge und Eisenwaren; die Debitorenliste enthält bereits gegen 300 Namen. |
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Sohn Heinrich Wiser-Balber tritt 1807 als Angestellter ins Geschäft seines Vaters ein, welches er ab 1827 als Teilhaber führt. Wichtig in der Entwicklung der Firma ist in dieser Periode der Zukauf von Liegenschaften, wobei sich die Wisers bereits weitsichtig durch Überlegungen für künftige Erweiterungen leiten lassen. |
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Wiser erwirbt das Haus "Zur Farb" am Münsterhof in Zürich (Bild rechts: Zweites Haus von rechts), welches bis 1980 als Hauptsitz der Gesellschaft dient. |
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In der Epoche des Schwiegersohnes von Heinrich Wiser, Rudolf Alexander Pestalozzi, ist die industrielle Revolution in vollem Gange, und Stahl wird zum meistgefragten Industriegut. Schweizer Pionierunternehmen wie die Von Roll'schen Eisenwerke oder Georg Fischer Schaffhausen, mit den noch heute gebräuchlichen Temperguss-Fittings, werden mit ihren innovativen Produkten und Materialien Lieferanten der Unternehmung. |
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Die Söhne Rudolf Alexanders, Friedrich Otto und Ernst Pestalozzi, bestimmen die Geschicke der Firma bis 1920. Umsatz und Mitarbeiterzahl steigen kontinuierlich (1920: 20 Mio., 124 MA). Neben dem Zukauf von Gebäulichkeiten am Münsterhof wird nach und nach ein Eisenlager in Zürich Wollishofen eingerichtet (Bild rechts). 1891 wird die Firma in "Gebr. Pestalozzi" umbenannt. |
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Mit dem Eintritt der 5. Generation, Rudolf Pestalozzi und Fritz Burckhardt, als Teilhaber, wird die Unternehmung umbenannt in "Pestalozzi&Co". Wollishofen wird mit einem Geschäftshaus und weiterer Lagerfläche ergänzt. Rechts im Bild: Die Geschäftshäuser am Münsterhof um 1938.
1941 wird mit Andres Burckhardt, 1949 mit Heiner Pestalozzi die 6. Generation Teilhaber. Bis 1969 erreicht das Unternehmen einen Umsatz von rund CHF 100 Mio. |
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Die Wahl des Standortes am Münsterhof im Zentrum Zürichs sowie der sukzessive Zukauf von Geschäfts- und Lagerräumen waren nicht zuletzt für das gute Gedeihen des Betriebes verantwortlich. Als in den 50er Jahren die Platzverhältnisse in Zürich-Wollishofen aber zu eng wurden, entschloss sich die 6. Generation zum Kauf von Land in Dietikon. 1955 wurden die ersten Landkäufe getätigt.
Als erster Bereich zieht die Biegerei von Wollishofen nach Dietikon. Bis 1968 werden weitere 8 Hallen erstellt und in Betrieb genommen. |
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Die ersten Verkaufsabteilungen ziehen nach Dietikon. Im selben Jahr wird auch die neue Armierungsstahl-Biegerei mit erweiterter Kapazität erstellt. |
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Bau des Stahlträger-Centers in den Räumlichkeiten der alten Biegerei mit automatischer Zuschneideanlage für Träger (Lagerkapazität: Bis ca. 4000 t Stahlträger und RHS Profile).
Die 7. Generation, Dieter Burckhardt und Dietrich Pestalozzi, wird Teilhaber. Ab 1988 stehen sie an der Spitze des Unternehmens.
wird die Pestalozzi&Co. zur Familien-Aktiengesellschaft mit der Firma Pestalozzi+Co AG. Andres Burckhardt wird erster Verwaltungsrats-Präsident. |
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Anfangs der 80er Jahre begann Pestalozzi, sich an anderen Handelsunternehmen zu beteiligen. So konnten die Standorte Tägerwilen, Rapperswil, Schaffhausen und Wallisellen dazugewonnen und die Geschäftstätigkeit ausgeweitet werden. Das Pestalozzihaus an der Riedstrasse 1 in Dietikon wird bezogen. Alle Abteilungen sind nun wieder an einem Ort versammelt. Der Geleiseanschluss und das Autobahnkreuz Limmattal machen Dietikion zu einem verkehrstechnisch äusserst günstigen Standort. |
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wird der dringend nötige Platz durch den Bau von drei neuen Hallen für Stahlprodukte geschaffen.
Das Unternehmen feiert das 200-jährige Jubiläum: Der Umsatz beträgt inzwischen CHF 200 Mio., 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei Pestalozzi beschäftigt. Dieter Burckhardt und Dietrich Pestalozzi übernehmen die Aktien von ihren Vätern. |
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In den 90'er Jahren bleibt auch die Pestalozzi+Co AG nicht von Umstrukturierungen verschont: Das Unternehmen entwickelt sich im Rahmen einer strategischen Neuorientierung, zu einem spezialisierten Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Die Kunststoffabteilung wird verkauft, das Trägergeschäft wird mit einem Partner abgewickelt, die Maschinen/Werkzeug-Abteilung wird im Rahmen eines Management-Buyouts ebenfalls veräussert (Bild rechts: Innenansicht Stahllager in seiner heutigen Form) |
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Gleichzeitig baut Pestalozzi mit der Gabs AG, Tägerwilen, im Handel mit Produkten für Spengler und Dachdecker eine Marktleaderposition auf. | |
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2001 bis heuteSeit Ende 2000 ist Dietrich Pestalozzi Alleininhaber. Er führt als Verwaltungsratsdelegierter die Pestalozzi-Gruppe in ihrer heutigen Form: Getreu dem Leitspruch „Wir handeln.“ werden täglich schweizweit das baunahe Gewerbe und die metallverarbeitende Industrie mit Halb- und Fertigfabrikaten versorgt. Für ihre Kunden übernimmt das Familienunternehmen die Beratung, Verkauf, Beschaffung, Lagerung, Anarbeitung, Transport und Finanzierung. Mit der Einführung des Pestalozzi-eshops ist das Unternehmen für seine Kunden heute rund um die Uhr im Einsatz. |
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(Bild links: Verwaltungsrat, von rechts nach links: Jean-Marc Dubois, Mitglied; Dietrich Pestalozzi, Präsident und Delegierter; Dieter Burckhardt, Vizepräsident; Jeanne Pestalozzi, Mitglied) |
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